Biografie

  

Name

Nicole Soch
Geboren 10.11.1977
Geburtsort Zeulenroda
     
Schulbildung


1984 bis 1990
1990 bis 1994



Hubert-Westhoff-Oberschule
Friedrich-Solle-Schule mit Abschluss der mittleren Reife

 

Berufsbildung

 

2006 bis 2008

 

Mediengestalter für Digital und Printmedien

 

Hobby

 

Gedichte schreiben, Malen, Fotografieren, Photoshop, mein Hund


Ich bin Nicole und bin im November 1977 in Zeulenroda in Thüringen geboren.

Man sagt: „Genie und Wahnsinn liegen nah beieinander.“
Ob ich ein Genie bin, das mag ich zu bezweifeln, jedoch war mein Leben bisher der reine Wahnsinn.

Die Schule habe ich ganz regulär nach 10 Klassen abgeschlossen.
Danach begann ich eine Ausbildung zur Technischen Zeichnerin, welche ich nicht abgeschlossen habe.
Im Sommer 1995 bin ich nach Berlin gegangen, wo ich in der Punk-Szene lebte. Hier habe ich für die Obdachlosenzeitung, welche ich auch verkaufte, ein paar Artikel geschrieben.
Mein Hund „Hexe“ trat im Dezember 1995 in mein Leben und war mein ganzer Stolz.
1997 verließ ich Berlin und kehrte kurzzeitig nach Thüringen zurück. Im Jahr darauf fiel ich einer Drückerkolonne zum Opfer und es hat mich fast Kopf und Kragen gekostet da wieder heil heraus zu kommen. In all den Jahren zeichnete ich Bilder und schrieb dann auch Gedichte, um die vielen Gefühle und Gedanken zu verarbeiten.
Leider begleiteten mich ständig viele verschiedene Drogen und ich wurde suchtkrank. Nun hatte ich auch noch mehrere Aufenthalte in der Entzugsklinik, um zu entgiften.
Im Jahre 2000 hatte ich einen Job in einer Druckerei. Dieser Job prägte mich insoweit, dass ich nun endlich wusste, was ich beruflich machen möchte. Ich wollte „Mediengestalterin“ werden.

Im Juni 2004 kam ich erstmalig nach Leipzig, um im BFW eine Arbeitserprobung zu absolvieren. Dabei wurde mir bestätigt, dass ich geeignet wäre den Beruf des Mediengestalters zu erlernen. Nun ging es darum, diese Umschulung finanziert zu bekommen.
Im September machte ich ein stationäre Therapie, um mit meiner Sucht ins Reine zu kommen und fit für die Umschulung zu sein. Doch nach der erfolgreichen Therapie
lies man mich fallen und ich durfte die Ausbildung nicht beginnen. Nach einem Jahr erneuter Qualen und wieder einmal Drogen war es dann soweit. Ich durfte die Umschulung beginnen.
Die Zeit im BFW Leipzig war eine sehr intensive Phase in meinem Leben. Während dieser Jahre bekam ich noch die Diagnose, dass ich schwer psychisch krank sei. Ich konnte all das nur schaffen, weil ein paar wenige Menschen an mich geglaubt haben und mich auf die richtige Bahn gelenkt haben.
2008 bestand ich erfolgreich die Prüfung.
Während der Ausbildung fand ich die Liebe zum Fotografieren.
Am 20.Mai 2010 starb mein liebstes von der Welt, mein treuer Begleiter „Hexe“.
Seit 08.Juni 2010 bin ich in Substitution und lebe auch seitdem drogenfrei.

Leider begleiten mich immerwieder sehr intensive depressive Phasen, die es sehr schwer machen ein adäquates Leben zu führen.
Einerseits resultieren aus solchen Phasen auch viele kreative Gedanken, wenn der Weg wieder aus der Depression herausführt, jedoch kosten sie andererseits sehr viel Kraft und Energie, die es widerrum schwer machen diese Kreativität zu nutzen. Es geht leider immer viel zu viel Energie verloren, die ich gerne genutzt hätte.

2012 habe ich leider meinen Vati mit nur 59 Jahren verloren und habe diesen Verlust nicht verkraftet. Dies war ein großer Einschnitt in meinem Leben und ich habe mich bis heut nicht davon erholt. Mein Vati war mir sehr wichtig und ich liebte ihn.
Die nächsten Jahre waren sehr schwer und ich hatte sehr mit meiner psychischen Erkrankung zu kämpfen. Mit viel Unterstützung von ein paar professionellen Leuten und meinem besten Freund war es mir möglich eine gewisse Lebensgrundlage zu schaffen.

Von 2011 bis Anfang 2014 arbeitete ich ehrenamtlich für das künstlerische Projekt "Die Nacht der Kunst" in Leipzig. Diese Veranstaltung beinhaltete verschiedenste Künstler, die in Läden, Leerräumen und anderen Einrichtungen ihre Werke ausstellten. Ich gestaltete 2 Jahre lang den Flyer für die Veranstaltung und stellte selber mit aus. Es war meine erste Ausstellung überhaupt. Mit einer Dokumentation beendete ich die Arbeit dort.
Weiterhin gestaltete ich für eine Suchtberatung eine Visitenkarte und für einen Verein für psychisch Kranke entwarf ich eine Illustration für den Flyer.
Es gab immer mal wieder ein paar Projekte an denen ich mich mit beteiligte.